Ein Mann kommt aus dem Krieg zurück und findet keinen Platz mehr im Leben. Beckmann heißt er, niemand nennt ihn mehr beim Vornamen. Als hätte man ihm mit dem Namen auch das Ich genommen. Die Gesellschaft, der er diente, wendet sich ab. Was bleibt, ist das Stehen vor verschlossenen Türen. Draußen – vor der Welt, vor der Zukunft.
Beckmann ist 25 Jahre alt, kommt aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück in das zerbombte Hamburg. Gezeichnet an Körper und Seele: das Knie zerschossen, die Gasmaskenbrille haftet ihm wie ein Fremdkörper im Gesicht – ein ständiges Zeichen der Entmenschlichung. Doch statt Rückhalt oder Verständnis findet er nur Ablehnung: Die Frau hat ihn verlassen, der Oberst weist jede Verantwortung von sich, das Mädchen, das ihn vor dem Ertrinken rettet, will nichts von seinem Leid wissen. In einer traumähnlichen Wanderung begegnet Beckmann nicht nur Menschen, sondern auch überhöhten Figuren: dem Tod, der Elbe, Gott und dem Anderen, einer gespiegelten Version seiner selbst. Dabei öffnet sich eine vielschichtige theatrale Welt zwischen Realismus, Groteske und Lyrik voller Sprachkraft, Widerstand und existenzieller Tiefe.
Wolfgang Borcherts einziges Theaterstück ist ein poetischer Aufschrei gegen das Verstummen, gegen das Wegsehen, gegen das Verdrängen. Geschrieben 1947, wenige Monate vor Borcherts frühem Tod, ist dieses Stück heute aktueller denn je. Und ein Weckruf.
Mit Andreas Erfurth, Moritz Gehrckens, Leonard Göpfert, Rosemarie Klinkhammer, Anja Lemmermann, Marco Litta und Laurenz Wiegend sowie Tilman Ritter an den Instrumenten // Neues Globe Theater Potsdam
(c) Neues Globe Theater Potsdam
Tickets und weitere Informationen: Kulturinformation, Schlossgarten 2, 04721 62213 oder stadt-cuxhaven.reservix.de
Beckmann ist 25 Jahre alt, kommt aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück in das zerbombte Hamburg. Gezeichnet an Körper und Seele: das Knie zerschossen, die Gasmaskenbrille haftet ihm wie ein Fremdkörper im Gesicht – ein ständiges Zeichen der Entmenschlichung. Doch statt Rückhalt oder Verständnis findet er nur Ablehnung: Die Frau hat ihn verlassen, der Oberst weist jede Verantwortung von sich, das Mädchen, das ihn vor dem Ertrinken rettet, will nichts von seinem Leid wissen. In einer traumähnlichen Wanderung begegnet Beckmann nicht nur Menschen, sondern auch überhöhten Figuren: dem Tod, der Elbe, Gott und dem Anderen, einer gespiegelten Version seiner selbst. Dabei öffnet sich eine vielschichtige theatrale Welt zwischen Realismus, Groteske und Lyrik voller Sprachkraft, Widerstand und existenzieller Tiefe.
Wolfgang Borcherts einziges Theaterstück ist ein poetischer Aufschrei gegen das Verstummen, gegen das Wegsehen, gegen das Verdrängen. Geschrieben 1947, wenige Monate vor Borcherts frühem Tod, ist dieses Stück heute aktueller denn je. Und ein Weckruf.
Mit Andreas Erfurth, Moritz Gehrckens, Leonard Göpfert, Rosemarie Klinkhammer, Anja Lemmermann, Marco Litta und Laurenz Wiegend sowie Tilman Ritter an den Instrumenten // Neues Globe Theater Potsdam
(c) Neues Globe Theater Potsdam
Tickets und weitere Informationen: Kulturinformation, Schlossgarten 2, 04721 62213 oder stadt-cuxhaven.reservix.de
Preisinformationen
kostenpflichtig
Eintritt: 13,- € / 16,- € / 21,- € / 23,- € / 26,- €



